„Denken wie ein Hund“ mit dem sächsischen Mario Barth (Nauke)

am 28.02. + 01.03.2009 in Diedenbergen

  

 


Man hatte ja schon viel von ihm gehört – entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht. Ich war schon lange daran interessiert, sein Seminar zu besuchen. Was ist praktischer, als es selbst zu organisieren und ihn einzuladen? Gesagt getan und binnen 3 Tagen - nach Meldestart - hatte ich 15 Teilnehmer zusammen und sogar eine Warteliste. Wow, das war ein eindeutiges Zeichen, dass zu diesem Thema rege Interesse besteht.

Die Neugier war groß und wir trafen uns mit 8 Leuten schon am Freitagabend zu einem gemütlichen Abendessen, um zu sehen, wie er denn nun ist. Es hat sich gelohnt, denn der Abend stillte unsere Neugier und es stellte sich ganz schnell eine übereinstimmende Denkweise über die Hundeerziehung heraus. Am nächsten Tag startete dann unsere Seminar, das mit viel Theorie bestückt, aber keinesfalls weniger spannend war. In manchen Momenten zweifelten wir wirklich, ob er nicht doch Mario Barth ist, weil er mit einer Mimik und Gestik den Alltag mancher Hundehalter absolut realistisch darstellte. Sonntag setzten wir das Seminar auf unserem Übungsgelände fort und dieser Tag sorgte für Tränen in den Augen. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt so viel und herzhaft gelacht habe. Ein Tag länger und ich hätte
einen Waschbrettbauch vom Lachen bekommen.

Trotz allem kamen die Informationen und lehrreichen Tipps in diesen 2 Tagen nie zu kurz und so manch einer hatte sein AHA-Erlebnis. Ob es ums einfache geradeaus Laufen ging oder ums Werfen eines Dummies, wo der Hund nicht mitbekommt, dass man selbst wirft. Es verging nicht eine Übung ohne Lachen. Wobei wir nicht über die Teilnehmer lachen mussten, sondern die Art und Weise wie Mario die Leute anfeuerte, damit sie locker wurden und so mancher über seinen Schatten springen musste. Einfache Übungen, wie „Spielen sie mal mit ihrem Hund“, wurden zur Schwerstarbeit, weil es mit „Nachlauf“ verwechselt wurde.

Natürlich wurden auch ernstere Themen besprochen, z.B. das immer wiederkehrende Thema der Konsequenz und die Überwindung, seinen Hund auch ignorieren zu können. Oder der Aufbau der Grunderziehung, was als Fundament einer jeden erfolgreichen Hundeausbildung gilt. Wenn mein Hund mich für jeden anderen Hund stehen lässt, darf ich mich nicht wundern, dass er bei höheren Reizen (Dummy, Wild und Wasser) erst recht kein Gehorsam zeigt. Ohne diesen Grundgehorsam, macht jede weitere Arbeit mit dem Hund kein Spaß und man verspürt mehr Frust wie Lust!

Persönlich fühlte ich mich 100%ig bestätigt, indem was ich die letzten Jahre über Hundeerziehung gelernt und umgesetzt habe. Ich weiß nicht, ob wir jetzt alle „wie ein Hund“ denken können, aber Tatsache ist, dass uns unsere Hunde schon im Welpenalter manipulieren und dann reicht ein süßer Blick, um dahin zu schmelzen! Und was denkt dann der Hund? „Bingo...ach so geht das“.

Ich sage DANKE ...
... an Miriam Hell und Steffi Klein, die mir als Helferlein - bei meiner ersten Sonderleitung - beistanden, da es nicht sicher war ob ich bleiben konnte, weil die Geburt meiner 2. Enkeltochter bevorstand.
... an die Kuchenbäcker und Kaffeekocher!!!
... an meine Kursteilnehmer, die sich zu diesem Seminar angemeldet haben und wir wissen jetzt schon, was wir die nächsten Zeit trainieren.
... für die vielen positiven Emails der Seminarteilnehmer was mir zeigte, dass dieses Seminar nicht das Letzte war!

Zu guter Letzt, im Namen aller Teilnehmer ...
DANKE Mario, für dieses lehrreiche aber auch absolut lustige Wochenende!!!

Petra Stroh
 

zur Galerie

zurück