Workingtest Wald-Wiese-Wasser am in Wächtersbach 2005

Oh, ein Workingtest in der LG Mitte, sozusagen direkt vor der Haustüre. Das hatten wir uns dieses Jahr schon oft gewünscht. Auch wenn es in der weiten Dummywelt sehr schön ist, aber das eigene Bett ist schon am angenehmsten.

Am 7.August war es dann soweit: 38 Teams trafen sich um in der Klasse F zu starten. Obwohl der Tag mit einem Ärgernis begann - mein Handy war spurlos verschwunden - traten Montana und ich morgens voller Erwartung an. Was würde uns dieser Tag wohl bringen? Gleich bei der ersten Aufgabe, Wassermarkierung bei Herta Rudolf, gab es Heiterkeit, denn die Angler, die am Gewässerrand saßen und dem Treiben der Retrieverleute interessiert zuschauten, bezeichneten meine Monti lautstark als "fetten, schwarzen Waller". Ich musste lachen, und vergaß beinahe meinen Hund der seine Aufgabe zum Glück getreulich erledigte.

Neue Aufgabe bei Christian Schlögell: Ein unter einer Eiche liegendes Blind war zu holen. Aber wie sieht eine Eiche aus?? Zum Glück interessierte sich Monti nicht für meine botanischen Unzulänglichkeiten, sondern nur für das Dummy, das sie schnell und freudig brachte.

Nun hatte sich das Wetter zu einem Feuerwerk von Sonne, Wolken und Gewitter verabredet. und es ging wie folgt weiter: Regenjacke und -Hose an, Schirm auf und umgekehrt. Da kam man nicht so zum Nachdenken, was die nächste Aufgabe so bedeutete. Danke an Genica und Jens, die meine Freundin Uli und mich an diesem Tag so gut versorgt haben.

Nachdem wir dann bei der Aufgabe von Wolfgang Vergiels, Markierung und Blind waren zu holen, fertig waren, ging es ans Wasser und hier wartete eine Überraschung auf unsere arglosen Hunde: Lockenten! Diese waren an einer Wasserkante sowie auf dem Rückweg des Hundes versteckt. Entweder Dummy à la Chef oder Plastikente "Wächtersbach". Montana entschied sich für die erste Variante.

Die letzte Aufgabe war ebenfalls delikat: als ich meinen Hund auf ein "geflügeltes" Dummy "Voran" schicken wollte, sprang etwa im 45° Winkel dazu ein - recht fettes - Fischlein aus dem Wasser! "Lass liegen!" Monti war brav und kümmerte sich nicht um die Verleitung, sondern brachte ihr Dummy.
Puh, ich war recht fertig, als wir am Anglerheim ankamen! Wie gut dass meine Hündin Montana schon etwas abgeklärter ist, was das Warten zwischen den Aufgaben, das wechselhafte Wetter und sonstige Überraschungen betrifft.
Als der Sonderleiter meinen Namen bei der Siegerehrung aufrief, konnte ich es wirklich nicht fassen…

Hier möchte ich mich nochmals bei allen Helfern und dem ganzen Organisations-Team, bedanken. Besonderer Dank gilt auch den Jagdpächtern, die wieder einmal ihr wunderschönes Revier zur Verfügung stellten. Das Angelheimteam hat bezüglich der Verpflegung ebenfalls ganze Arbeit geleistet und keine Wünsche offen gelassen. Danke auch an Uli, ohne die ich mit Montana nie soweit gekommen wäre.

So, wie Wolfgang Vergiels es in seinen Grußworten im Programmheft schreibt, werden auch wir schöne Erinnerungen an Wächtersbach haben.

Marion Wintermeyer
 

Aufgabenbeschreibung F von Stefanie Schmidt

 

Aufgabe 1 - Herta Rudolph
Team steht zusammen mit der Richterin an einem See, ca. 5 m von der Uferkante entfernt. Der Uferbewuchs ist hoch und dicht. Auf einem Holzsteg steht in ca. 20m Entfernung der Helfer, der mit Schuss ein Dummy weit aufs Wasser hinauswirft. Die Wassermarkierung wird
zuerst gearbeitet. Als zweites soll der Hund noch ein Blind bringen, das jenseits des Uferweges in ca. 40m Entfernung im Bewuchs entlang des Weges liegt.
 

Aufgabe 2 - Christian Schlögell
Team steht vor einem ca. 6m breiten Graben, direkt an der Waldkante. Die Böschung des Grabens ist steil, es geht ca. 3m bergab, auf der anderen Seite des Grabens wieder hinauf. An der gegenüberliegenden Uferseite im Wald liegt auf der linken Seite ca. 50m entfernt ein Blind, das gearbeitet werden soll. Das Gelände gegenüber ist unwegsam, teils durch weitere Gräben und herumliegendes
Totholz geprägt.

 

Aufgabe 3 - Wolfgang Vergiels
Team steht zusammen mit dem Richter ca. 3m vor einem Holzgatter. In ca. 100m Entfernung an der Waldkante steht der Schütze, der eine Markierung mit Schuss schräg vor sich in wadenhohen Bewuchs wirft. Anschließend schießt er noch auf ein blind, das sich ca. 50m weiter links in dem hohen Gras befindet. Der Hund soll zuerst die Markierung arbeiten, anschließend das blind holen.

Hier hatten viele Teams Probleme ihren Hund von der Fallstelle in Richtung blind zu bekommen.
 

Aufgabe 4 - Christian Schlögell
Team steht ca. 20m vom Seeufer entfernt, der Uferbewuchs ist sehr hoch und dicht. Zuerst wird eine Markierung mit Schuss ins Wasser geworfen, die in der Nähe von Lockenten landet. Anschließend wird ein blind im Schilf beschossen. Winkel der beiden Stücke ca. 60°. Die Wassermarkierung sollte zuerst gearbeitet werden, anschließend das blind.

 

Aufgabe 5 - Herta Rudolph
Team steht auf einer Landzunge, direkt an der Wasserkante. Rechts wird ein Dummy mit Schuss aus dem Schilf ins Wasser geworfen, Entfernung ca. 10m. Links fällt ein Dummy mit Schuss ins Wasser, Fallstelle durch den hohen Uferbewuchs nicht sichtbar. Die zuletzt geworfene Markierung sollte zuerst geholt werden. Das zuerst geworfene Dummy wurde während des Arbeitens des zweiten Dummys wieder an Land gezogen und durch ein im Schilf liegendes Dummy ersetzt, welches der Hund als zweites arbeiten sollte.

 

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