Oh, ein
Workingtest in der LG Mitte, sozusagen direkt vor der
Haustüre. Das hatten wir uns dieses Jahr schon oft
gewünscht. Auch wenn es in der weiten Dummywelt sehr schön
ist, aber das eigene Bett ist schon am angenehmsten.
Am 7.August war
es dann soweit: 38 Teams trafen sich um in der Klasse F zu
starten. Obwohl der Tag mit einem Ärgernis begann - mein
Handy war spurlos verschwunden - traten Montana und ich
morgens voller Erwartung an. Was würde uns dieser Tag wohl
bringen? Gleich bei der ersten Aufgabe, Wassermarkierung bei
Herta Rudolf, gab es Heiterkeit, denn die Angler, die am
Gewässerrand saßen und dem Treiben der Retrieverleute
interessiert zuschauten, bezeichneten meine Monti lautstark
als "fetten, schwarzen Waller". Ich musste lachen, und
vergaß beinahe meinen Hund der seine Aufgabe zum Glück
getreulich erledigte.
Neue Aufgabe bei
Christian Schlögell: Ein unter einer Eiche liegendes Blind
war zu holen. Aber wie sieht eine Eiche aus?? Zum Glück
interessierte sich Monti nicht für meine botanischen
Unzulänglichkeiten, sondern nur für das Dummy, das sie
schnell und freudig brachte.
Nun hatte sich das Wetter zu einem Feuerwerk von Sonne,
Wolken und Gewitter verabredet. und es ging wie folgt
weiter: Regenjacke und -Hose an, Schirm auf und umgekehrt.
Da kam man nicht so zum Nachdenken, was die nächste Aufgabe
so bedeutete. Danke an Genica und Jens, die meine Freundin
Uli und mich an diesem Tag so gut versorgt haben.
Nachdem wir dann
bei der Aufgabe von Wolfgang Vergiels, Markierung und Blind
waren zu holen, fertig waren, ging es ans Wasser und hier
wartete eine Überraschung auf unsere arglosen Hunde:
Lockenten! Diese waren an einer Wasserkante sowie auf dem
Rückweg des Hundes versteckt. Entweder Dummy à la Chef oder
Plastikente "Wächtersbach". Montana entschied sich für die
erste Variante.
Die letzte
Aufgabe war ebenfalls delikat: als ich meinen Hund auf ein
"geflügeltes" Dummy "Voran" schicken wollte, sprang etwa im
45° Winkel dazu ein - recht fettes - Fischlein aus dem
Wasser! "Lass liegen!" Monti war brav und kümmerte sich
nicht um die Verleitung, sondern brachte ihr Dummy.
Puh, ich war
recht fertig, als wir am Anglerheim ankamen! Wie gut dass
meine Hündin Montana schon etwas abgeklärter ist, was das
Warten zwischen den Aufgaben, das wechselhafte Wetter und
sonstige Überraschungen betrifft.
Als der
Sonderleiter meinen Namen bei der Siegerehrung aufrief,
konnte ich es wirklich nicht fassen…
Hier möchte ich
mich nochmals bei allen Helfern und dem ganzen
Organisations-Team, bedanken. Besonderer Dank gilt auch den
Jagdpächtern, die wieder einmal ihr wunderschönes Revier zur
Verfügung stellten. Das Angelheimteam hat bezüglich der
Verpflegung ebenfalls ganze Arbeit geleistet und keine
Wünsche offen gelassen. Danke auch an Uli, ohne die ich mit
Montana nie soweit gekommen wäre.
So, wie Wolfgang
Vergiels es in seinen Grußworten im Programmheft schreibt,
werden auch wir schöne Erinnerungen an Wächtersbach haben.
Marion Wintermeyer
Aufgabenbeschreibung F von Stefanie Schmidt
Aufgabe 1 -
Herta Rudolph
Team steht zusammen mit der Richterin an einem See, ca. 5 m
von der Uferkante entfernt. Der Uferbewuchs ist hoch und
dicht. Auf einem Holzsteg steht in ca. 20m Entfernung der
Helfer, der mit Schuss ein Dummy weit aufs Wasser
hinauswirft. Die Wassermarkierung wird
zuerst gearbeitet. Als zweites soll der Hund noch ein Blind
bringen, das jenseits des Uferweges in ca. 40m Entfernung im
Bewuchs entlang des Weges liegt.
Aufgabe 2 -
Christian Schlögell
Team steht vor einem ca. 6m breiten Graben, direkt an der
Waldkante. Die Böschung des Grabens ist steil, es geht ca.
3m bergab, auf der anderen Seite des Grabens wieder hinauf.
An der gegenüberliegenden Uferseite im Wald liegt auf der
linken Seite ca. 50m entfernt ein Blind, das gearbeitet
werden soll. Das Gelände gegenüber ist unwegsam, teils durch
weitere Gräben und herumliegendes
Totholz geprägt.
Aufgabe 3 -
Wolfgang Vergiels
Team steht zusammen mit dem Richter ca. 3m vor einem
Holzgatter. In ca. 100m Entfernung an der Waldkante steht
der Schütze, der eine Markierung mit Schuss schräg vor sich
in wadenhohen Bewuchs wirft. Anschließend schießt er noch
auf ein blind, das sich ca. 50m weiter links in dem hohen
Gras befindet. Der Hund soll zuerst die Markierung arbeiten,
anschließend das blind holen.
Hier hatten
viele Teams Probleme ihren Hund von der Fallstelle in
Richtung blind zu bekommen.
Aufgabe 4 -
Christian Schlögell
Team steht ca. 20m vom Seeufer entfernt, der Uferbewuchs ist
sehr hoch und dicht. Zuerst wird eine Markierung mit Schuss
ins Wasser geworfen, die in der Nähe von Lockenten landet.
Anschließend wird ein blind im Schilf beschossen. Winkel der
beiden Stücke ca. 60°. Die Wassermarkierung sollte zuerst
gearbeitet werden, anschließend das blind.
Aufgabe 5 -
Herta Rudolph
Team steht auf einer Landzunge, direkt an der Wasserkante.
Rechts wird ein Dummy mit Schuss aus dem Schilf ins Wasser
geworfen, Entfernung ca. 10m. Links fällt ein Dummy mit
Schuss ins Wasser, Fallstelle durch den hohen Uferbewuchs
nicht sichtbar. Die zuletzt geworfene Markierung sollte
zuerst geholt werden. Das zuerst geworfene Dummy wurde
während des Arbeitens des zweiten Dummys wieder an Land
gezogen und durch ein im Schilf liegendes Dummy ersetzt,
welches der Hund als zweites arbeiten sollte.